• Teddy

Hot Dog Würstchen

Aktualisiert: Apr 29

Ich wurde nachdem ich mein Bratwurst Rezept gepostet habe öfter gefragt ob ich nicht auch eins für Hot Dog Würstchen hätte. Deshalb hab ich mich mal an einem versucht.

Ich weiß, in ein klassisches Hot Dog gehört eigentlich eine Brühwurst wie ein Frankfurter, aber als ich versucht habe herauszufinden welche Gewürze in typisch amerikansichen Hot Dogs sind, bin ich eher bei dieser Gewürzmischung gelandet und damit ziemlich zufrieden.


Dauer: 1,5 Stunden (plus eine Nacht Ruhezeit)

Schwierigkeit: Leicht

Ergibt 16-18 Würstchen


Zutaten:

400g Dose Weiße Bohnen inklsuive Flüssigkeit

200g Räuchertofu

65g Rapsöl

250g Bier (ich habe alkoholfreies genommen)

150g Wasser

100g grob gehackte Zwiebel

40g Senf

25g Tomatenmark

5g Hefeextrakt

10g Apfelessig

10g Zucker

18g Salz

10g Gemüsebrühe

5g Majoran

2g Muskat

6g Pfeffer

10g Paprika edelsüß

2g Knoblauchgranulat

1g Cumin

1g Zimt

30g Hefeflocken

500g Glutenpulver/Seitanfix

25g Rote Beete Pulver (dient nur der Farbe)

optional etwas Rote Lebensmittel für den klassischen Rot Ton


Zubereitung:

Auch dieses Seitanrezept kann ich euch nur ans Herz legen, wenn ihr eine Küchenmaschine oder Knetmaschine habt, die den Seitan richtig gut bearbeitet.

Angeblich bildet sich das Gluten auch gut aus, wenn man es einfach über Nacht ruhen lässt (Autolyse). Da hab ich aber keinerlei Erfahrungswerte mit. Falls ihr dieses Rezept ausprobiert und alles von Hand verarbeitet sagt gerne mal Bescheid ob es geklappt hat.

Für den Seitan gebt ihr alle Zutaten, bis auf das Seitanfix/Gluten Pulver in einen Mixer und mixt diese, bis eine möglichst glatte Flüssigkeit entsteht.

Gebt die Masse dann in eine Schüssel und verknetet sie grob von Hand mit dem Glutenpulver.

Der "Teig" wird relativ krisselig aussehen. Da es eine ganze Menge Teig ist und meine Küchenmaschine das auch nicht in einem Durchgang schafft, rate ich euch den Teig in 3 Portionen aufzuteilen und den Teig dann für 2-3 Minuten von der Maschine bearbeiten zu lassen. Mit einem Knethaken könnte es auch etwas länger dauern. Hinterher sollte sich das Gluten aber gut ausgebildet haben und sich deutlich von der Ausgangsmasse unterscheiden (wie im untersten der vier Bilder). Das ganze wiederholt ihr dann mit dem ganzen Teig.

Lasst den Seitan jetzt für 10 Minuten ruhen. Ich habs gerne etwas genauer und wiege daher gerne wie viel Teig ich insgesamt habe, um ihn dann besser aufteilen zu können.

Bei mir kam in etwa 1800g dabei heraus und ich habe das ganze auf 18 Würstchen a 100g aufgeteilt.

Die Würstchen bringt ihr einfach in Form und wickelt sie dann in Backpapier ein. Ich schalge das untere Teil vom Backpapier dafür über die Wurst, rolle sie ein Stück auf, schlage die Seiten in die Mitte und rolle sie dann ganz auf. So halten die Würste eigentlich ganz gut.

Im Anschluss wiederhole ich das ganze nochmal mit einer Lage Alufolie.

Während ihr die Würste formt, könnt ihr schon den Ofen auf 125°C vorheizen.

Ich bin mir dem kritischen Umgang mit Alufolie übrigens durchaus bewusst, wenn ihr plant öfter Würstchen zu machen, lohnt sich eventuell die Anschaffung von Silikon Formen um den Müll der anfällt zu vermeiden. Die Alufolie dient übrigens nicht nur dazu die Form zu halten, sie hält auch Feuchtigkeit im inneren und gart die Würste damit etwas besser durch.

Die Würste kommen dann für 30 Minuten in den Ofen. Dann werden sie gewendet und für weitere 30 Minuten gebacken. Holt sie dann aus dem Ofen, lasst sie ein wenig abkühlen und lasst dem Seitan dann über Nacht etwas Zeit sich komplett zu setzen.

Ich glaube die Würstchen würden sogar noch etwas besser werden, wenn man sie Dampfgaren würde, aber dafür fehlt mir einfach die Übung. Falls ihr das ausprobiert, lasst mich gerne wissen wie es geklappt hat.

Am nächsten Tag könnt ihr die Würste dann genießen. Sie sollten sich aber theoretisch auch bis zu einer Woche im Kühlschrank lagern lassen oder ihr friert sie einfach ein.

Falls ihr sie auf den Grill legt, solltet ihr sie noch mit etwas Öl bepinseln oder sie direkt in einer Pfanne mit Öl anbraten.

Dann ab damit in ein Hoagie oder gekaufte Hot Dog Brötchen, getoppt von geschmorten Zwiebeln, Gürkchenscheiben und Saucen eurer Wahl. <3

Guten Appetit!

Danke falls du bis hierhin gelesen hast. Vielleicht ist dir dabei aufgefallen, das der Blog ohne Werbung auskommt. Zum einen um dich nicht beim lesen zu stören und zum anderen, weil ich Leuten einfach zeigen möchte wie großartig die vegane Küche sein kann ohne dabei nur auf "Klicks" auszusein.

Falls dir meine Rezepte gefallen und du mir trotzdem etwas gutes tun möchtest, kannst du mich gerne auf einen virtuellen-Fairtrade Kaffee über meinen PayPal.Me Link einladen, damit ich auch in Zukunft Zutaten für mehr Rezepte kaufen kann.

Danke, das du dich für die rein pflanzliche Ernährung interessierst, das bedeutet die Welt für mich. 💜


Aktuelle Beiträge

Alle ansehen