• Teddy

Haxen mit Schwarzbier Sauce

Das Rezept hier wollte ich eigentlich schon vor ein paar Jahren mal veröffentlichen, bin aber irgendwie nicht dazu gekommen. Damals gab es diese Seitan-Jackfruit Haxen auf einem "Oktoberfest" Burger den ich kreiert habe. Aber auch so für sich gestellt machen sie sich klasse für ein etwas aufwendigeres Sonntagsessen.

Natürlich schmecken sie nicht genau so, wie das tierische Original, aber die Konsistenz und der Geschmack, machen sie auf jeden Fall zu einer Klasse Beilage zu Kartoffeln, Klößen, Rotkohl und/oder Bratensauce.


Dauer: Circa 2-2,5 Stunden

Schwierigkeit: Leicht

Ergibt 3-4 Haxen


Zutaten:

Haxen

1 Dose Jackfruit (225g Abtropfgewicht)

100g Zwiebel (ungeschält gewogen)

10g Knoblauch (ungeschält gewogen)

15g Öl

200g Schwarzbier

15g Sojasauce

2g Liquid Smoke

15g Hefeextrakt

40g Wasser

15g Senf

10g Tomatenmark

10g Gemüsebrüh Pulver

150g Glutenpulver/Seitanfix

10g Hefeflocken

10g Sojamehl

4g Zwiebelpulver

2g weißer Pfeffer

4g Zucker

7g Senfmehl

1g Muskat

2g Kümmel

6-8 Bögen eckiges Reispapier

3-4 Wurzelpetersilien/Pastinaken


Marinade

50g Schwarzbier

5g Senf

10g Ketchup

5g Öl

3g Paprika

1g Zwiebelgranulat

1g Knoblauchgranulat

7g Salz

5g Zucker


Sauce

100g Zwiebeln (ungeschält gewogen)

3 Knoblauchzehen

15g Öl

1 Petersilienwurzel (optional)

10g Tomatenmark

25g Sojasauce

250g Schwarzbier

250g leichte Gemüsebrühe


Zubereitung:

Angefangen wird natürlich mit der Füllung. Dafür wird als erstes die Jackfruit durch ein Sieb abgegossen, leicht ausgequetscht und mit etwas Wasser abgespült.

Die Zwiebel und der Knoblauch werden fein geschnitten und in etwas Öl angebraten.

Sobald diese ein wenig Farbe bekommen haben, kommt Jackfruit dazu und wird kurz mit angebraten.

Während alles vor sich hin köchelt, kann schonmal 200g Schwarzbier mit Sojasauce, Senf, Wasser, Hefeextrakt, Liquid Smoke, Tomatenmark und Gemüsebrühpulver gemischt. In einer anderen Schüssel wird das Glutenpulver mit den Hefeflocken, Sojamehl, Zwiebelpulver, Pfeffer, Zucker, Senfmehl, Muskat und Kümmel gemischt.

Auch die Marinade kann jetzt schonmal zusammen gemixt werden.

Die Jackfruit wird jetzt mit der Biermischung abgelöscht und darf für 10 Minuten etwas einköcheln. Dann darf die Mischung abkühlen und die Jackfruitstücke können mit zwei Gabeln zerrupft werden.

Da die Jackfruit wirklich nicht mehr heiß sein sollte, wenn sie mit dem Glutengemisch vermixt wird, ist jetzt genug Zeit die Sauce vorzubereiten.

Dafür wird die Zwiebel geschnitten und in etwas Öl angebraten. Ich habe etwas mehr Petersilienwurzel gekauft, die später als "Knochen" dieht und konnte deshalb noch eine klein schneiden und mit 3 zerdrückten Knoblauchzehen zu den Zwiebeln geben. Ihr könnt auch eine Karotte nehmen oder sie einfach weg lassen,falls ihr die Haxen lieber ohne "Knochen" machen wollt.

Wenn die Wurzel und auch der Knoblauch etwas Farbe bekommen hat, kommt das Tomatenmark dazu, wird scharf mit angebraten und dann mit Sojasauce abgelöscht.

Etwas Mehl wird eingerührt, unter ständigem rühren, damit nichts ansetzt und dann kommt das Schwarzbier und die Gemüsebrühe dazu. Rührt alles gründlich um und lasst die Sauce dann für 45 Minuten einköcheln.

Die Jackfruit Masse sollte jetzt kühl genug sein und sie kann mit dem Glutenmix verknetet werden. Den Ofen könnt ihr nun auch schon auf 180°C vorheizen.

Teilt die Masse dann auf 3 (oder 4) Portionen auf. Dann werden pro Haxe 2 Stücke Reispapier nacheinander in Wasser gelegt, bis sie richtig schön flexibel sind.

Legt diese dann so übereinander, das sie circa zur Hälfte überlappen.

Dann wird die Jackfruit-Seitan Masse darauf verteilt und wie auf den Bildern eingeschlagen und aufgerollt. Dann kommen die Petersilienwurzeln oder Pastinaken von einer Seite in die Seitan Rollen und anschließend könnt ihr sie mit circa der Hälfte der Marinade einstreichen.

Die "Schwarte" wird durch die ganzen Lagen Reispapier sehr dick, ich mag das ziemlich gerne, aber falls ihr schon einschätzen könnt, das ihr das nicht mögen werdet, könnt ihr sie natürlich auch nur einmal ins Reispapier einschlagen.

Nun werden die Haxen für 30 Minuten gebacken. Nach den 30 Minuten könnt ihr sie mit der restlichen Marinade bestreichen und dann für weitere 40 Minuten backen.

Die Sauce könnt ihr, wenn sie eingekocht genug ist, durch ein Sieb von den Zwiebeln und Co. befreien. Ihr könnt sie natürlich auch pürieren, die Sauce wird dann nur nicht mehr so schön dunkel aber dafür etwas cremiger sein.

Schmeckt sie noch mit etwas frischem Pfeffer ab und je nach eurem Geschmack mit etwas Salz ab und schon ist sie fertig. Alle weiteren Beilagen wie Rotkohl, Kartoffeln oder Klöße könnt ihr jetzt auch schon erhitzen.

Die Haxen können dann direkt wenn sie aus dem Ofen kommen mit den anderen Beilagen serviert werden.

Falls euch das mit dem Wurzelgemüse als "Knochen" ein wenig zu weit geht, könnt ihr das ganze natürlich auch weglassen und habt einfach leckeren Seitan in einer knusprigen Reispapierhülle. Die fertig ausgebackenen Haxen lassen sich übrigens auch frittieren, falls ihr die "Haut" gerne extra knusprig mögt.

Guten Appetit!

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