• Teddy

Chikn Burritos & Chimichangas

Aktualisiert: Apr 29

Ich liebe Burritos. Einfach großartiges Comfort Food, das sich je nach Stimmung oder was der Kühlschrank so her gibt, gestalten lässt. Wie könnte man das ganze also noch toppen? Richtig, man frittiert es. :D

Chimichangas sind frittierte Burritos und damit auf meiner Fast Food Skala nochmal eine ganze Stufe weiter nach oben gerutscht.


Dauer: Circa 2 Stunden (+1 Tag falls ihr den Seitan selbst macht)

Schwierigkeit: Leicht

Ergibt: 8 Burritos/Chimichangas


Zutaten:

Salsa

3 Dosen geschälte Tomaten

1 kleine grüne Paprika

1-2 Zwiebeln

2-3 Zehen Knoblauch

Frische Petersilie & Koriander nach Geschmack

1 Limette (bzw. der Saft)

1,5EL Zucker

100g Tomatenmark

Chili, Salz, Cumin und Pfeffer nach Geschmack


Limettenreis:

1 Tasse Reis

2 Tassen Wasser

1 Limette (mit unbehandelter Schale)

Prise Kurkuma, Chili & Salz


Refried Beans

1-2 Zwiebeln

2 Zehen Knoblauch

1 Chili

2EL ÖL

2 Dosen Kidney Bohnen

200g leichte Gemüsebrühe

1/2 Limette

etwas Cumin & Paprikapulver


Seitan

2kg Mehl

700g Wasser

Gemüsebrühe/vegane Hühnerbrühe

250g Tomatensaft

40g Rapsöl

20g Sojasauce

35g Burrito Gewürz

8 Weizenfladen (Tortilla oder Dürüm)

500g Sojasauce

1 Limette

3 Avocados

veganer Reibekäse

Topping eurer Wahl

etwas Speisestärke mit Wasser gemischt

Öl/Fett zum frittieren


Zubereitung:

Ich hab den Seitan für die Burritos/Chimichangas dieses Mal wieder selbst aus Mehl gemacht.

Eine genauere Anleitung findet ihr dazu noch hier.

Den Seitan wollte ich gerne im "Hähnchen" Stil haben, deshalb habe ich dieses Mal kaum Gewürze für den Seitan benutzt im Unterschied zu dem Döner Seitan.

In der Brühe zum kochen hatte ich dieses Mal auch nur etwas vegane Hühnerbrühe (ihr könnt auch einfach eine Gemüsebrühe nehmen) und keine Sojasauce oder ähnliches, damit der Seitan eine möglichst helle Farbe behält. Hähnchen hat an sich ja auch nicht sonderlich viel Eigengeschmack und durch die Brühe kommt so eigentlich schon genug Würze in den Seitan, der ja eh später noch mit einer Marinade gewürzt wird.

Die Brühe könnt ihr im Anschluß theoretisch auch auffangen, einfrieren und für das nächste Mal wieder verwenden.

Wichtig für die Konsistenz ist auf jeden Fall das ihr so viele Knoten hinein flechtet wie möglich und den Seitan wirklich einige Stunden, minimum über Nacht, ruhen lasst damit sich das Gluten richtig gut entwickelt.

Belohnt werdet ihr dafür am nächsten Tag dann mit großartigen, faserigen, zarten Shreds wie diesen hier.

Aber ein Burrito besteht schließlich nicht nur aus "Fleisch", sondern noch aus vielen anderen leckeren Komponenten.

Ich fange damit an 500g ungesüßten Joghurt in einem Sieb, das mit einem Tuch ausgelegt ist, abtropfen zu lassen damit er noch cremiger wird.

Dort kann er jetzt einfach für ein paar Stunden abhängen, bis alle anderen Zutaten fertig sind.

Weiter geht es mit einer einfach Salsa.

Dafür werden die geschälten Tomaten aus der Dose abgegossen. Fangt den Tomatensaft auf, einen Teil davon braucht ihr später noch für die Marinade.

Die Tomaten werden jetzt relativ feingehackt. Das gleiche macht ihr mit der Paprika, der Zwiebel und dem Knoblauch. Oder wenn ihr genau so faul wie ich seid, gebt einfach alle grob gehackten Zutaten kurz in die Küchenmaschine und nutzt die Pulse Funktion um alles bis zur gewünschten Konsistenz zu zerkleinern. Wie viele Kräuter ihr benutzt, ist an dieser Stelle euch überlassen. Ich kann mir Salsa nicht ohne Koriander vorstellen, aber ihr könnt ihn natürlich auch weglassen falls ihr keinen mögt.

Das Gemüse kommt dann in einen Topf und wird mit 1,5EL Zucker, dem Saft einer Limette, dem Tomatenmark und ein wenig Chili, Cumin, Salz & Pfeffer aufgekocht.

Gebt lieber später etwas mehr Gewürze dazu, wenn ihr nochmal abschmeckt, als an dieser Stelle zu viel.

Wenn ihr eure Salsa dann noch etwas abgeschmeckt habt, ist sie auch schon fertig und darf abkühlen bis sie später in den Burritos landet.

Wenn die Salsa soweit fertig ist, könnt ihr schon mal den Reis aufsetzen.

Ganz klassisch 1 Teil Reis, zu zwei Teilen Flüssigkeit. Dazu kommt außerdem noch eine in Scheiben geschnittene Limette, etwas Salz und eine Prise Chili & Kurkuma. Das Kurkuma dient eigentlich außschließlich der Farbe, ihr könnt es also auch weg lassen wenn ihr wollt.

Dann kocht ihr den Reis einfach wie gewohnt bis er gar ist.


Als nächstes kommt das Bohnenmus, die Refried Beans, an die Reihe während der Reis noch vor sich hin köchelt.

Schneidet dafür eine Zwiebel in feine Stücke, hackt etwas Chili falls ihr ein wenig Schärfe dazu wollt und zerdrückt ein wenig geschälten Knoblauch.

Diese werden dann mit etwas Öl in einem Topf angebraten bis die Zwiebeln glasig werden.

Dann löscht ihr sie mit etwas Gemüsebrühe ab und gebt dann die Kidneybohnen dazu. Alles wird dann noch einmal aufgekocht.

Wenn die Bohnen dann ein paar Minuten vor sich hin geköchelt haben, könnt ihr sie entweder mit einem Kartoffelstampfer oder einem Pürierstab klein machen, je nachdem wie fein ihr eure Refried Beans mögt.

Dann wir das ganze nur noch mit dem Saft einer halben Limette und ein paar Gewürzen nach eurem ermessen gewürzt und abgeschmeckt.

Da jetzt alle Beilagen (bis auf Salat und frische Zutaten wie Avocado) vorbereitet sind, könnt ihr euch an den Seitan machen. Eure Shreds könnt ihr jetzt in einer großen Pfanne in etwas Öl anbraten.

Da die Menge an Seitan aus 2kg Mehl recht groß ist, habe ich sie in zwei Portionen aufgeteilt und nacheinander angebraten.

Während der Seitan vor sich hin brät und noch ein wenig Farbe bekommt, könnt ihr schonmal die Marinade anrühren mit der ihr den Seitan gleich ablöscht.

Vermischt dafür 250g von dem Tomatensaft mit etwas Sojasauce, Öl und Burrito Gewürz. Das Gewürz kann man bestimmt auch Prima selbst machen, ich hab allerdings einfach gekauftes benutzt.

Wenn euer Seitan jetzt genug Farbe bekommen hat und knusprig ist, gebt die Hälfte der Marinade dazu (oder die ganze Marinade solltet ihr die komplette Menge Seitan auf einmal anbraten). Jetzt wird nochmal alles gebraten bis die Marinade richtig schön eingezogen ist und der Seitan wieder beginnt kmusprig zu werden. Dann ist er auch schon fertig.

Jetzt noch schnell den abgetropften Joghurt mit dem Saft einer Limette vermischen und eventuell noch eine Prise Salz dazu geben und schon habt ihr einen Sour Cream ersatz für die Burritos/Chimichangas.

Für Burritos würde ich jetzt etwas Bohnenmus auf angewärmten Weizentortillas verteilen (in warmem Zustand lassen sie sich besser rollen), diese dient dann als eine Art Barriere gegen die Feuchtigkeit der Salsa und der Sour Cream.

Auf das Bohenmus kommt dann etwas von dem Reis, etwas frisch geschnittener Salat, vielleicht etwas Avocado, Salsa, Seitan, Sour Cream, vielleicht noch ein paar Kräuter und ich toppe das ganze gerne noch mit etwas Feta der mexikanischen Cotija Käse ersetzt.

Dann muss das ganze nur noch aufgerollt werden, fertig!

Für Chimichangas würde ich die frischen Zutaten aus dem Burrito raus lassen und statt dem Cotija Ersatz etwas veganen Streukäse nehmen. Dieser ersetzt dann Oaxaca Käse in den Chimichangas. Die Menge an Sour Cream würde ich auch etwas reduzieren, aber ein wenig Feuchtigkeit brauchen wir trotzdem im Burrito, damit die vegane Käsealternative gut schmilzt.

Rollt den Burrito jetzt auf wie normal, bestreicht das letzte Stück Tortilla aber mit etwas Stärke die ihr mit Wasser angerührt habt und drückt die Seite gut an damit der Burrito in der Fritteuse nicht auf geht. Dann werden die Burritos in der heißen Fritteuse für circa 2 Minuten zu Chimichangas transformiert, bis sie von außen goldbraun sind.

Ich habe es heute mit der Heißluftfritteuse als Alternative versucht und war etwas enttäuscht weil sie nicht so schön gleichmäßig frittiert aussahen. Aber geschmacklich war das ganze immer noch großartig, vor allem mit dem geschmolzenen Keese.

Die heißen Chimichangas werden dann noch mit etwas Sour Cream, Avocado/Guacamole und Salsa getoppt und heiß serviert.

Guten Appetit!

Danke falls du bis hierhin gelesen hast. Vielleicht ist dir dabei aufgefallen, das der Blog ohne Werbung auskommt. Zum einen um dich nicht beim lesen zu stören und zum anderen, weil ich Leuten einfach zeigen möchte wie großartig die vegane Küche sein kann ohne dabei nur auf "Klicks" auszusein.

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Danke, das du dich für die rein pflanzliche Ernährung interessierst, das bedeutet die Welt für mich. 💜



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