• Teddy

Buttermilk Fried Chicken

Aktualisiert: Apr 29

Ok, ich geb's zu. Das Waffel Rezept von Gestern war eigentlich nur ein Vorwand um endlich mal das Soul Food "Chicken and Waffles" ausprobieren zu können.

Und nachdem der Waffel Teil schon fertig ist, fehlt nur noch das "Chicken".

Falls ihr mehr über Soul Food erfahren wollt, kann ich euch dieses Interview mit Adrian E. Miller sehr empfehlen

Dafür dient mal wieder Seitan als Grundlage, den ich am Vortag schon angesetzt habe, damit er eine bessere Textur bekommt.

Ihr könnt die "Fried Chicken" Teilchen natürlich auch einfach zu Pommes oder auf Burgern essen, falls euch die Kombination mit Waffeln zu ausgefallen ist.


Dauer: 3,5 Stunden (plus 1 Nacht)

Schwierigkeit: Leicht

Ergibt 3-4 Portionen


Zutaten:

Seitan

200g Seidentofu

1/2 Dose Kichererbsen inkl. Flüssigkeit (circa 120g Bohnen + 80g Flüssigkeit)

30g Öl

3g Apfelessig

15g Brühe (am besten vegane "Hühnerbrühe")

5g Salz

1g Bohnenkraut

10g Hefeflocken

2g Zucker

200g Seitanfix/Glutenpulver


Brühe

1500g Wasser

20g Brühe (am besten vegane "Hühnerbrühe")

10g Knoblauch (ruhig mit Schale)

5g Salz

2 Lorbeerblätter


Buttermilch

500g Sojamilch

45g Zitronensaft

5g Apfelessig

1g Pfeffer

7g Salz

Prise Oregano, Thymian und Rosmarin

1g Cayenne Pfeffer

2g Paprika edelsüß

2g Hefeflocken

Prise Muskat


Mehlmischung

250g Mehl

10g Salz

5g Paprika/Cayenne Pfeffer im Mix nach eurem Geschmack

3g Zwiebelgranulat

2g Knolbauchgranulat

2g Senfmehl

Prise Pfeffer


Sonstiges

150g Ahornsirup

5g Chiliflocken (optional)

Öl zum frittieren


Zubereitung:

Es wird natürlich mit dem Seitan gestartet. Wiegt dafür alle Zutaten bis auf das Glutenpulver in eurer Küchenmaschine oder einem Mixer ab und mixt sie solange bis ihr eine glatte, flüssige Masse daraus bekommt.

Wenn das derFall ist, könnt ihr das Glutenpulver dazu geben und auf möglichst hoher Stufe für 3-4 Minuten mixen. Falls eure Küchenmaschine das nicht schafft oder ihr sonst bedenken wegen der Leistung eurer Maschine habt, mischt die Flüssigkeit einfach von Hand mit dem Glutenpulver. Dann halbiert oder drittelt den Teig einfach und lasst die einzelnen Teiglinge von der Maschine bearbeiten. Falls ihr eine Maschine mit Knethaken statt Klingen habt, braucht der Teig wahrscheinlich länger, ich schätze eher 8-10 Minuten, bis er eine etwas Kaugummi-artige Konsistenz entwickelt.

Während der Teig in der Maschine bearbeitet wird, kann schonmal die Brühe angesetzt werden.

Wiegt dafür einfach alle Zutaten in einem großen Topf ab und bringt ihn zum kochen.

Falls ihr keine vegane "Hühnerbrühe" findet, ist das natürlich auch kein Thema, mit Gemüsebrühe schmeckt das ganze auch. ;)

Formt dann aus dem Seitan 9-12 "Hühner"teilchen. Ihr könnt natürlich auch einfach kleine Fladen machen, ich wollte aber auch ein paar "Schenkel" und "Flügel" austesten.

Gebt die Seitan Teilchen dann in die heiße Brühe und lasst sie für 45 Minuten bei reduzierter Hitze köcheln. Sie werden dabei an die Oberfläche schwimmen, rührt sie also hin und wieder um, damit auch alles gleichmäßig gar wird.

Wenn die Zeit um ist, könnt ihr den Seitan aus dem Wasser nehmen, etwas abkühlen lassen und dann mit Küchenrolle gut abtrocknen (eventuell sogar etwas ausdrücken).

Dann dürfen die Teilchen über Nacht im Kühlschrank ruhen. Den Schritt solltet ihr nicht überspringen, wenn ihr den Seitan direkt weiter verwendet wird das Ergebnis bei weitem nicht so gut sein.

Am nächsten Tag könnt ihr die Teilchen noch einmal etwas trocken tupfen. Dann wird die "Buttermilch" angerührt.

Dafür mischt ihr einfach die (Soja-)Milch mit dem Zitronensaft und dem Apfelessig. Ihr könnt auch nur Zitronensaft nehmen, aber ich finde der Essig gibt dem ganzen noch die richtige Note. Rührt die Flüssigkeiten zusammen und lasst sie für 3 Minuten stehen. Dabei sollte die Milch schon merklich dicker werden und die Proteine sollten ein wenig ausflocken. Dann könnt hr die restlichen Zutaten einrühren.

Übergießt den Seitan damit und lasst ihn für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank darin ziehen.

In der Zwischenzeit habe ich schonmal die Mehlmischung gemacht, in der der Seitan im Anschluss paniert wird. Verrührt dafür alle Zutaten sorgfältig mit dem Mehl.

Wenn der Seitan dann genug geruhrt hat, werft die Seitanstücke mit der "Buttermilch" die an den Stücken haftet einfach in die Mehlmischung und schwenkt sie darin.

Ihr könnt sie theoretisch auch zweimal panieren für noch mehr knusprige Panade. Legt sie dafür einfach nach der ersten Panade nochmal kurz zurück in die "Buttermilch" und dann nochmal in das Mehlgemisch. Das macht ihr dann mit allen Teilchen. In der Zwischenzeit kann schonmal Öl in einer Fritteuse oder einem Topf erhitzt werden, um den Seitan dann darin zu frittieren. Ich habe eine Mischung aus Hocherhitzbarem Sonnenblumenöl und Erdnussöl genommen.

Dann frittiert ihr die einzelnen Teilchen bis sie goldbraun und knusprig sind.

Dann ist euer "Buttermilk Fried Chicken" auch schon fertig und kann von euch genossen werden.

Falls ihr "Chicken und Waffles" daraus machen wollt, backt während der Seitan frittiert einfach ein paar Waffeln aus.

Ich habe auch noch Ahornsirup mit 5g Chiliflocken (Gochugaru) erhitzt, um dem ganzen noch eine pikante Note zu verleihen.

Dann müsst ihr den Seitan nur noch mit den Waffeln zusammen anrichten und mit dem Ahornsirup übergießen.

Und fertig ist dieses leckere Soul Food.

Guten Appetit!

Danke falls du bis hierhin gelesen hast. Vielleicht ist dir dabei aufgefallen, das der Blog ohne Werbung auskommt. Zum einen um dich nicht beim lesen zu stören und zum anderen, weil ich Leuten einfach zeigen möchte wie großartig die vegane Küche sein kann ohne dabei nur auf "Klicks" auszusein.

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Danke, das du dich für die rein pflanzliche Ernährung interessierst, das bedeutet die Welt für mich. 💜


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