• Teddy

Burger des Monats: April

Aktualisiert: Apr 29

Früher habe ich in meinem Bistro jeden Monat einen neuen Burger entworfen. Sich kreativ so auszutoben fehlt mir gerade ein wenig, deshalb habe ich beschlossen einfach auch jeden Monat einen krassen Burger für meinen Blog zu machen.

Das Rezept wirkt jetzt natürlich recht aufwendig mit den ganzen Komponenten, aber sie lassen sich auch alle gut vorbereiten falls ihr schon am Vortag starten wollt oder gegen gekaufte Zutaten tauschen.

Ich wollte einen Burger machen, der richtig nach Frühling schmeckt und daraus ist dann dieser hier geworden. Mit handgemachten Buns mit getrockneten Tomaten, leckerem Bärlauch-Pesto mit leichter Limetten Note, knackigem Rucola, frischem Tomaten-Sugo, italienisch angehauchtem Beef Patty und frittiertem "Mozzarella" geworden.


Dauer: Circa 5 Stunden

Schwierigkeit: Mittel

Ergibt 6 Burger


Zutaten:

"Mozarella"

90g Cashewkerne

200g Wasser

3g Salz

3g Hefeflocken

15g Zitronensaft

15g gemahlene Flohsamenschalen

60g Mehl

110g Pflanzenmilch (ich empfehle Soja)

3g Hefeflocken

2g Paprika

3g Salz

Prise Majoran

Paniermehl

Öl zum frittieren


Pesto

50g Bärlauch

200g Mandeln

15g Knoblauch (2-3 Zehen)

100g Rapsöl

75g Olivenöl

10g Salz

15g Hefeflocken

Schale von einer halben Limette

Prise Pfeffer


Bun

100g Pflanzenmilch (ich empfehle Soja)

30g Mehl

1EL gehackter Rosmarin (optional)

21g frische Hefe (1/2 Würfel)

215g Pflanzenmilch (ich empfehle Soja)

40g Zucker

425g Mehl

20g Olivenöl

10g Salz

50g halbgetrocknete Tomaten


Tomaten Sugo

15g Olivenöl

100g gehackte Zwiebel

5g gehackter Knoblauch (1 Zehe)

500g Kirschtomaten

50g halbgetrocknete Tomaten

15g Zucker

1g Paprika

2g Salz

Prise Pfeffer & Oregano


Patties

550g gekauftes veganes Hack

40g italienische TK Kräuter

50g halbgetrocknete Tomaten

8g Salz

Prise Pfeffer


Zubereitung:

Womit ihr anfangt, ist eigentlich relativ egal. Ich habe mit dem "Mozarella" gestartet, da dieser mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen sollte.

Dafür habe ich die Cashewkerne mit dem Wasser, Salz, Zitronensaft und Hefeflocken zusammen abgewogen und mit einem Pürierstab püriert.

Die daraus entstehende Flüssigkeit habe ich mit den Flohsamenschalen zusammen in einen Mixer gegeben und möglichst glatt gemixt. Ihr müsst die Seiten wahrscheinlich öfter mal abschaben und wieder nach unten drücken, damit alles gleichmäßig durch die Flohsamenschalen eindickt.

Wenn ihr eine glatte, dicke Masse gemixt habt, verteilt sie auf einem Haufen auf etwas Backpapier und rollt sie dann zu einem Zylinder zusammen, der dann im Kühlschrank ruhen und noch fester werden darf.

Als nächstes kommt das Pesto an die Reihe, damit das auch ein wenig durchziehen kann und sich das Aroma besser entwickelt.

Pesto sollte, wenn möglich, im Mörser gemacht werden, da die Klingen in einem Mixer Hitze abgeben und sich damit negativ auf den Geschmack auswirken. Aber mir ist das ehrlich gesagt relativ egal, außerdem bin ich faul und aus dem Mixer schmeckt dieses Pesto immer noch großartig. ;)

Falls ihr frischen Bärlauch erntet, wascht ihn vorsichtig ab und tupft ihn dann mit etwas Küchenrolle so trocken wie möglich. Gebt dann einfach alle Zutaten in euren Mixer und mixt das Pesto bis eure Wunschkonsistenz erreicht ist.

Ihr könnt natürlich noch etwas am Salzgehalt variieren oder statt Mandeln ein paar Pinienkerne nehmen, aber ich kann euch nur raten die Limettenschale nicht wegzulassen, da sie eine großartige Note mit ins Pesto bringt, die dem Bärlauch etwas von seiner Penetranz und Schärfe nimmt.

Dann kommen die Buns an die Reihe.

Da ich mich ja neulich erst mit Tangzhong beschäftigt habe, wenden wir die Technik auch für die Buns an, da diese damit noch mehr Feuchtigkeit aufnehmen können und noch fluffiger werden.

Dafür mischen wir Pflanzenmilch mit Mehl und optional auch noch etwas Rosmarin, und kochen die Mischung dann unter ständigem rühren auf.

Den "Pudding" der dadurch ensteht, lasst ihr einfach abkühlen während ihr euch den restlichen Zutaten widmet, Hautpsache das Tangzhong kommt nicht heiß in den restlichen Teig und tötet damit die Hefe.

Ich habe den Rosmarin an dieser Stelle schon dazu gegeben, da die Hitze dem Rosmarin schonmal dabei hilft sein Aroma zu verbreiten.

In einer Schüssel könnt ihr die Hefe mit dem Zucker und der restlichen warmen, nicht heißen, Pflanzenmilch vermischen.

Gebt dann das Mehl, das Olivenöl, Salz und das abgekühlte Tangzhong dazu. Falls es noch ein wenig Restwärme hat, ist das ok. Nur heiß sollte es nicht mehr sein, da es sonst die Hefen töten könnte.

Verknetet den Teig nun mit einer Maschine für circa 8-10 Minuten. Von Hand dauert das ganze deutlich länger und ihr werdet wahrscheinlich um die 20-25 Minuten brauchen. Der Teig wird auch am Ende noch relativ feucht und klebrig sein, aber das ist ja schließlich auch so gewollt damit die Stärke später beim backen mehr Flüssigkeit zum aufnehmen hat und das Brot extra fluffig wird.

Falls ihr den Teig absolut nicht händeln könnt, könnt ihr natürlich trotzdem noch nach und nach ein wenig Mehl dazu geben bis ihr einen geschmeidigen Teig bekommt und "Glutenfenster" ziehen könnt. Wenn ihr einen kleinen Teil vom Teig abtrennt und ihn mit den Fingern auseinander ziehen könnt bis er ganz dünn, fast durchsichtig wie ein "Fenster" wird, ohne direkt zu reissen, dann ist das Gluten im Teig gut genug entwickelt.

Hackt nun die halbgetrockneten Tomaten in kleine Stücke und knetet sie in euren Teig mit ein.

Dann kann der Teig in einer leicht eingefetteten Schüssel, abgedeckt, für circa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen bis sich sein Volumen in etwa verdoppelt hat.

Während der Teig geht, könnt ihr schon das Sugo ansetzen, das sollte möglichst lange vor sich hin köcheln.

Dafür hackt ihr einfach die Zwiebeln und den Knoblauch und schmort sie ein wenig in dem Olivenöl.

Dann gebt ihr die ganzen, gewaschenen Kirschtomaten dazu und lasst sie einfach bei schwacher Hitze für circa eine Stunde köcheln. Am Ende kommen dann die restlichen Gewürze und die getrockneten Tomaten dazu und schon ist diese unglaublich leckere Sauce fertig.

Da das Sugo ja quasi auch von selbst vor sich hin köchelt und nur gelegentlich umgerührt werden muss, ist jetzt auch schon Zeit die Patties zu machen.

Da habe ich es mir relativ leicht gemacht und einfach veganes Hack gekauft, das es ja mittlerweile in fast jedem Supermarkt gibt und habe es mit italienischen Kräutern, getrockneten Tomaten, Salz und Pfeffer verfeinert. Im Anschluss habe ich dann 6 Patties daraus geformt, die bis sie gebraten worden sind im Kühlschrank ruhen durften.

Der Teig sollte in der Zwischenzeit auch ordentlich aufgegangen sein und kann nun in 6 gleichgroße Buns aufgeteilt und dann geformt werden.

Die Teiglinge dürfen dann noch einmal für 45 Minuten an einem warmen Ort, abgedeckt, gehen bis ihr Volumen sich in etwa verdoppelt hat.

Dann könnt ihr den Ofen auf 150°C vorheizen, die Buns noch mit etwas Olivenöl bestreichen und optional mit etwas gehacktem Rosmarin bestreuen. Im Ofen werden sie dann für circa 15 Minuten gebacken, bis sie eine schöne Farbe haben.

Dann fehlt eigentlich nur noch eine Zutat. Der "Mozzarella" dürfte nun ausgehärtet genug sein, um ihn mit einem angefeuchteten Messer in 6 gleich Große Stücke schneiden zu können.

Mixt für die Panade noch die "Milch" mit dem Mehl und den Gewürzen und wendet die Scheiben dann zuerst in der flüssigen Panade und dann im Paniermehl.

Hierbei könnt ihr die einzelnen Scheiben auch noch etwas flacher drücken, damit sie sich später besser auf dem Burger verteilen.

Jetzt kann das Burger bauen theoretisch auch schon losgehen. Ich habe als Salat noch etwas Rucola gewaschen, Tomaten in dünne Scheiben und etwas rote Zwiebel in feine Streifen geschnitten.

Um die Buns zu erhitzen könnt ihr sie entweder halbieren und kurz in den Ofen schieben oder ihr "buttert" eine Seite und toastet sie mit dieser Seite nach Unten in einer Pfanne an.

Die Buns sollten sich jetzt schon wunderbar fluffig anfühlen und eine köstliche Krume haben. Wenn die Buns fertig sind, könnt ihr die Pfanne auswischen und weiterhin heiß halten um darin dann die Patties zu braten. Eure Fritteuse bzw. einen Topf mit Öl zum frittieren solltet ihr nun auch schon heiß werden lassen.

Dann wird belegt. Unten etwas von dem Sugo, oben etwas Pesto. Gefolgt von Rucola auf beiden Hälften und ein wenig von den Zwiebeln unten.

In einer Pfanne bratet ihr während ihr die Buns belegt schon mal die Patties in ein wenig Öl aus und gebt sie dann auf die untere Hälfte.

Jetzt kommt der "Mozzarella". Der braucht gar nicht all zu lange im heißen Öl. Er soll nur schön goldbraun von außen werden.

Damit ist der Burger des Monats April auch schon fertig. Ich hoffe er schmeckt für euch genau so nach Frühling, wie für mich.

Guten Appetit!

Und sieht dieser frittierte "Mozzarella" nicht fantastisch aus?

Danke falls du bis hierhin gelesen hast. Vielleicht ist dir dabei aufgefallen, das der Blog ohne Werbung auskommt. Zum einen um dich nicht beim lesen zu stören und zum anderen, weil ich Leuten einfach zeigen möchte wie großartig die vegane Küche sein kann ohne dabei nur auf "Klicks" auszusein.

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Danke, das du dich für die rein pflanzliche Ernährung interessierst, das bedeutet die Welt für mich. 💜


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